Stürmische Hochzeit auf Schloss Atzelsberg

Diese Hochzeit hat mir vor allem eines gezeigt: Perfektion ist komplett überbewertet – und genau dann entstehen die besten Erinnerungen.

Schloss Atzelsberg liegt oben auf einem Berg, ziemlich frei und genau das hat man an diesem Tag auch gespürt. Es war ein Sommertag, aber schon während der Vorbereitungen wurde klar, dass ein Gewitter aufzieht. Der Wind wurde immer stärker, der Traubogen ist mehrmals umgestürzt und man hatte ständig das Gefühl, dass gleich alles kippt. Einen Plan B gab es nicht. Die Trauung war draußen geplant – und blieb es auch. Und trotzdem hat am Ende alles funktioniert. Die Trauung selbst und auch die Gratulationen danach haben komplett im Trockenen stattgefunden. Erst als alle drinnen waren, kam der Regen.

Was diesen Tag aber eigentlich besonders gemacht hat, war nicht das Wetter, sondern das Paar. Die beiden waren extrem entspannt. Kein Druck, kein „es muss alles perfekt sein“, sondern einfach die Vorfreude darauf, zu heiraten. Es gab keinen durchgetakteten Ablauf, keine lange Liste an Programmpunkten. Und genau das hat man gemerkt. Alles hatte eine Leichtigkeit, die man nicht planen kann. Je weniger festgezurrt ist, desto weniger kann schiefgehen – und selbst wenn, ist es plötzlich egal.

Der Sturm war am Ende kein Problem, sondern eher ein Geschenk. Manche Paare buchen sich für genau so einen Effekt eine Windmaschine – wir hatten sie einfach da. Die Bilder haben dadurch eine Dynamik bekommen, die man so nicht inszenieren kann. Und vor allem: Man sieht, wie entspannt die beiden geblieben sind. Keine Anspannung, kein Kontrollverlust, sondern einfach ein Tag, der genauso genommen wurde, wie er kam.

Auch bei den Details hat sich dieser entspannte Ansatz durchgezogen. Nichts war überladen oder auf Perfektion getrimmt – alles durfte einfach funktionieren, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

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